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Mayweather vs Ortiz

Ich weiss ja nicht, ob jemand am Samstag den Kampf um den WBC Titel im Weltergewicht gesehen hat, zumindest gehört/gelesen hat man davon.

Der Grund war eher zweifelhaft, da der Kampf ein doch eher unrühmliches Ende hatte….

Aber der Reihe nach.

Victor Ortiz: Geboren am 31.01.1987 in Garden City, Kansas, hat eine Kampfbilanz im Profibereich von 29-3 (w/l). Seinen bislang größten Kampf lieferte er im Apr11, als er den bislang ungeschlagenen Andre Berto in 12 Runden -nach Punkten- besiegte. Damit qualifizierte er sich auch für den großen Kampf gegen Floyd Mayweather Jr. Ortiz gilt eher als ein anständiger Boxer, der aufstrebend erst am großen Business schnuppert.

Floyd Mayweather jr: Geboren am 24.02.1977 in Grand Rapids, Michigan, hat eine Kampfbilanz im Profibereich von 41:0 (w/l). Große Kämpfe lieferte er schon mehere ab, zB gegen Oscar de la Hoya im Mai07 oder gegen den Briten Ricky Hatton im Dez07. Mayweather jr gilt als Großmaul und Showman, der alles seiner Karriere bzw Kampfbilanz unterordnet.

Der Kampf:Es war bereits bis zur vierten Runde der erwartet hochklassige Kampf, mit Treffern auf beiden Seiten. Als Favorit galt ganz klar Mayweather, allein schon auf Grund der Erfahrung von mehr als 40 Profikämpfen.

In der 4. Runde dann der Eklat. Ausgangspunkt der Szenerie war der Kopfstoss von Ortiz an das Kinn von Mayweather. Der Ringrichter, Joe Cortez, unterbrach den Kampf darauf hin und verhandelte mit den Punktrichtern (ausserhalb des Ringes) über einen möglichen Punktabzug. Beide Kämpfer befanden sich noch in der Ringmitte und waren damit beschäftigt, sich gegenseitig auf die Handschuhe zu klopfen, was als klares Zeichen dafür gilt, dass ab diesen Zeitpunkt der Kampf weiter geht. (und ebenso zum „guten“ Ton gehört) Als jedoch Joe Cortez danach den Kampf mit den Worten „let’s go“ wieder freigab (die Freigabe wird durch die Fernsehbilder bzw durch die Lippensprache von Herrn Cortez bewiesen), die Kämpfer eigentlich noch immer sich gegenseitig entschuldigten, krachte bereits die Linke von Mayweather an das Kinn von Ortiz. Dieser blickte völlig verdutzt noch zum Ringrichter, da er wohl annahm, dass der Kampf eben noch nicht wieder frei gegeben war. Es folgte die Rechte von Mayweather, Ortiz ging zu Boden und stand nicht mehr auf.

Source: spiegel.de

Es entstanden in kürzester Zeit heftige Diskussionen, über die mangelnde Fairness von Floyd Mayweather, der offensichtlich den „Handshake“ kalt ausnutzte, die mögliche Verschiebung des Kampfes, um zB ein Re-Match zu kämpfen oder auch darum, ob Joe Cortez den Kampf wirklich freigegeben hatte oder ob der Knockout zu Unrecht anerkannt wurde.

Hier dazu noch ein paar Statements der Protagonisten:

Floyd Mayweather jr: „Man muss sich immer schützen. Ich habe mich den ganzen Kampf über geschützt und genau deswegen war ich auch siegreich. Wenn Ortiz einen Rückkampf will, kann er den bekommen”

Victor Ortiz: “Es war  wohl eher ein Missverständnis mit dem Referee. Ich gebe Floyd keine Schuld.”

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Dirk Nowitzki.

Aus gegebenen Anlass will ich heute mal Dirk Nowitzki ein wenig näher vorstellen.

Da es einer typischen deutschen Eigenschaft obliegt, Heroen aus Randsportarten nur geringe bzw gar keine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, finde ich, dass es der „Dunking Deutschman“ einfach verdient hat, etwas mehr Publicity zu bekommen.

Hier erstmal ein paar Fakten:

Voller Name Dirk Werner Nowitzki

Spitzname Dirkules, German Wunderkind, Flying Deutschman

Geburtstag 19. Juni 1978

Geburtsort Würzburg, Deutschland

Größe 213 cm Position Power Forward

NBA Draft 1998, 9. Pick, Milwaukee Bucks

Trikotnummer 41

Vereine als Aktiver 1994–1998 DJK Würzburg
Seit 1998 Dallas Mavericks

Nationalmannschaft:

Nach einem mehr oder weniger frustrierenden EM Turnier in Litauen 2011 wird sich Dirk Nowitzki eine erneute mehrjährige Auszeit vom Nationalteam nehmen, diesmal allerdings mit einem nur zögerlichen Versprechen, in Zukunft noch einmal zurückzukehren. Die Gründe hierfür sind vielfältig, sei es die geringe Wertschätzung der FIBA bzw die (in der NBA zugunsten der „Stars“ ausgeprochene)  Regelauslegung zur Gleichbehandlung der Weltstars, die mangelnde Aussicht auf erneute Olympische Spiele oder auch der (wohl nicht endgültige) Rücktritt von Dirk Bauermann, der in Zukunft die Geschicke des FC Bayern leiten wird.

Man kann den Mensch Dirk Nowitzki auch durchaus verstehen, in einem Alter von 33 Jahren und der gewonnenen Championship in der NBA, plus diverser Auszeichnungen und einer Teilnahme an den Olympischen Spielen (u.a. als Fahnenträger), nicht mehr die allerletzte Motivation aufbringt, um sich im Sommer, zwischen den NBA Seasons, in publicity-armen Vorturnieren abzurackern und schlussendlich damit auch einen gehörigen Nachteil gegenüber ausgeruhten Stars der NBA sich „erarbeitet“. Es spricht allerdings auch für Dirk, dass er immer betonte, den Fortschritt des deutschen Basketballs bzw die Weiterentwicklung der jüngeren, nachrückenden Spielern nicht im Wege stehen zu wollen.

NBA:

Es ging zwar etwas schwerfällig los für Dirk in seiner ersten Saison in der NBA, allerdings konnte sich der Deutsche in jedem Jahr seiner Karriere erheblich steigern. Sei es durch die wachsende Erfahrung der vielen NBA (Playoff) Spiele, durch den professionelleren Umgang mit den US Medien und dem dadurch wieder sinkenden Druck oder durch die steigende Intensität des Training mit Mentor Holger Geschwindner. Nach den verlorenen NBA Finals 05/06 steigerte sich Nowitzki erneut, angetrieben vom unbedingten Willen, endlich der Stadt Dallas, deren Besitzer Mark Cuban und natürlich sich selbst, die erste Larry O’Brien NBA Championship ins Regal stellen zu können.

2011, mit betagten 33 Jahren sollte dieser Traum dann Wirklichkeit werden. Mit einem Durschnitt von 28 Punkten pro Playoff-Game, sowie einer 3er Quote von knapp 47 Prozent, plus der Einstellung des Uralt-Rekord von Michael Jordan von der Freiwurflinie (38 am Stück) und durchschnittlich 8 Rebounds pro Game, zogen die Mavericks in die Finals ein und liessen dort den Miami Heat in 5 Spielen keine Chance.

Dirk Nowitzki wurde MVP der Playoffs, er bekam den Championship Ring und krönte seine Karriere mit der Larry O’Brien Trophy für den NBA Titel.

Hier noch ein paar Stats: (in Klammern Platzierung alltime)

NBA Spiele: 993 (100)

NBA 3pt Field Goals: 1197 (39)

NBA Free Throws: 5679 (25)

NBA Points: 22792 (28)

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