Monatsarchiv: Februar 2012

word.

Source: kraftfuttermischwerk

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Eingeordnet unter bild des tages

nukemap.

Mal angenommen, ihr hantiert im Keller mit ein paar freien Atomen, nebenan steht noch dieser alte Feuerlöscher aus dem alten Jahrtausend und ihr seid euch nicht mehr ganz  sicher, ob dieser defekte Lichtschalter auch wirklich defekt ist. Genau, im unglücklichsten Fall kommt es zur Atomexplosion. Ob ihr damit ganz Süddeutschland ausradiert oder nur eine schwarze Nase bekommt, könnt ihr hier prüfen. Via Google Maps, wie praktisch.

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bild des tages #15

Source: thedailywhat

Ich muss zum Zahnarzt. Noch im März. Und ich mag nicht.

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Eingeordnet unter bild des tages

v.westwood.

„Kauft weniger!“

„Besitz stört mich. Es macht das Leben nur komplizierter.“

„Wenn sie südamerikanischen Folter-Generälen ihre behandschuhte Hand hinhielt, repräsentierte sie die ganze Scheinheiligkeit britischer Politik“ (über Königin Elizabeth)

„Das empfehlenswerteste Accesoire ist ein Buch“

„Mode kann sich jeder mit Geld kaufen. Stil ist aber die intelligente Abweichung von Normen, die man kennen muss“

Großartiges Intervies im SZ-Magazin mit Vivienne Westwood. Und auch wieder ein perfektes Beispiel darüber, wie die Medien schwarz/weiss ein Bild von einer Person zeichnen, ohne die Person genauer zu kennen. à la Rainer Langhans.

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Eingeordnet unter dies und das

München | Hamburg | Kopenhagen | Göteborg | München

6 Tage, Anfang April, 2 Nasen und knappes Budget. Beste Vorrausetzungen.

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Eingeordnet unter privat., reise.

währenddessen in den usa.

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linsanity!

Es ist ja mittlerweile so, dass es nur noch sehr sehr selten wirklich große Sportmomente gibt. Natürlich gibt es die olympischen Spiele oder eine Fussball WM, bei denen die mediale Berichterstattung proportionial höher ist als bei anderen Wettbewerben und sich dadurch herausragende oder bemerkenswerte Momente ereignen. Diese sind aber doch ehrlicherweise sehr oft einer überzogenen Berichterstattung verschuldet und weniger der überragenden Leistung der jeweiligen Sportler oder des jeweiligen Teams.

Auf was ich hinaus will, ist, dass es momentan einen dieser Sportmomente gibt, bei denen ich mir denke „Wow, das haut einen vom Hocker, das ist großartig, überragend“. Weniger ein Podiumsplatz eines deutschen Biathleten beim Weltcup in Kontiolahti, eine Zweitligameisterschaft eines von mir geschätzten Vereins aus dem bayerischen Umland, noch ein Conference Titel eines geliebten Eishockeyvereins in Nordamerika. Meine Begeisterung gilt einem Sportler, der noch nie einen Titel gewonnen hat.

Derzeit sorgt ein junger Basketballer bei den New York Knicks für große Aufregung: Jeremy Lin. Gebürtiger Taiwanese, aufgewachsen in den USA, 23 Jahre alt. Warum dieser Sportler bzw seine Person so spektakulär ist? Weil dieser Jeremy Lin quasi aus dem Nichts, nicht mal „von der Bank“, direkt zum Matchwinner für die Knicks und damit zum Liebling der New Yorker wurde. Und da die Amis sowieso auf große Publicity stehen, haben sie diesen jungen Point Guard gleich mal mit einer Reihe von Namen bedacht. („you LIN again!“ – „linsanity!“ – „lincredible!“ – „all lin!“ – „the game linner„) Davon abgesehen spielt dieser Jerermy Lin mit einer Abgebrühtheit und einer Leck-mich-am-Arsch Attitüde, die vielleicht maximal noch 2-3 andere Spieler in der NBA mitbringen. (die allerdings schon längst All-Stars und damit Millionäre sind) Dieser Jeremy Lin spielt dermaßen frech und unbedarft, gepaart mit dem nötigen Schuss Talent und Können, überragend würde Kloppo an dieser Stelle wohl sagen.  Zusammengefasst ist die hollywoodeske Geschichte eines jungen Einwandererkindes, das von 0 auf 100 zum Superstar wird bzw wurde und das ausnahmslos aufgrund seiner sportlichen Leistung.

Aber was rede ich lange, seht selbst:

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Eingeordnet unter sport.

göteborg 1967

Warum dieses Chaos? Weil 1967 von Links- auf Rechtsverkehr umgestellt wurde.

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Eingeordnet unter dies und das, privat.

american psycho.

American Psycho. Ein Film, der bislang immer durchs Raster gerutscht ist, quasi bewusst übersehen wurde, nur aufgrund eines Titels, den man mehr mit einem Horrorfilm assoziiert, als mit einer brillanten, verrückten und unglaublich feinfühligen (ja, feinfühlig!) Verfilmung eines Romans der späten 90er Jahre von Bret Easton Ellis.

Der Film erzählt die Geschichte des Investmentbankers slash Yuppi Patrick „Pat“ Bateman, der, von der Wall Street verdorben und mürbe gemacht, ein Doppelleben als Serienkiller führt. Ellis lässt Bateman die (sehr vielen) Morde ausüben, aber gleichzeitig den (in dem Falle) Zuseher nicht darüber aufklären, ob die Morde wirklich geschehen oder nur in Gedanken verübt werden. Der Hauptcharakter versucht später im Film seinem Anwalt die vielen Morde zu gestehen, wie er die vielen Prostituierten, Obdachlosen oder Kollegen getötet hat, erhält dafür aber nur abweisendes Gelächter. Im Gegenteil, das ganze wird für einen Scherz gehalten, ihm wird ganz einfach nicht geglaubt. Der Hauptdarsteller wird auch bewusst immer wieder verwechselt, durch die Namensgebung, wie aber auch die fast identische Optik der Protagonisten. Es wird der Eindruck vermittelt, dass die Welt der Wall Street ein Kosmos von Robotern ist, die sich nur über Profit, Gier und den Wert der eigenen Visitenkarten definiert. Ellis versteht es, die Oberflächlichkeit einer oberen Gesellschaft zu zeichnen, das ohne moralischen Wert ein Trugleben führt, um Anerkennung für materielle Dinge gierend und dabei kaum Befriedigung bekommend.  Den wirklichen Kick bzw das Ausbrechen aus diesem Alltag bekommt der Hauptdarsteller lediglich im nächtlichen Morden.

American Psycho ist auch eines der wenigen Beispiele, bei denen der Film große Lust auf das Buch macht. Nicht dass der Film schlecht wäre, ganz im Gegenteil, man hat nur danach das Gefühl, dass in dem Stoff noch so viel mehr steckt, als zB Christian Bale zeigen kann.  Fazit: Film anschauen, Buch lesen. In genau dieser Reihenfolge.

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Eingeordnet unter digital.

axel hacke @lustspielhaus

Where: @Lustspielhaus, München (link)

What: Axel Hacke „Das Beste aus meinen Leben“ (link)

Who: we2, plus Eltern, Bruder

Immer wieder liegt im Briefkasten Post, die ich nicht will, einmal pro Woche zum Beispiel mehrere Prospekte, in einer dünnen, durchsichtigen Plastikhülle vereint. In den Werbematerialien werden Lebensmittel angeboten, Stangenspargel, »im 580-ml-Glas, 320 g Abtropfgewicht«. Da steht man vor dem Briefkasten und fragt sich: Was ist ein Abtropfgewicht? Man denkt an Boxer, die vor großen Kämpfen in die Sauna gehen, weil sie zu schwer für ihre Gewichtsklasse sind – von denen tropft beim Schwitzen Gewicht herunter. Der Spargel befindet sich in einer Flüssigkeit. Bloß: Ist das Abtropfgewicht das Gewicht der Flüssigkeit, die vom Spargel abtropft, oder das Gewicht des Spargels, von dem das Wasser ablief? Insgesamt aber ein schöner Gedanke. Dass Gewicht abtropfen kann …

Außerdem bietet man »Würstchen in zarter Eigenhaut« an. Das klingt besser als »Würstchen in zarter Fremdhaut« oder »Zarthäutige Fremdwürstchen« oder »Fremdzarte Wursthäutchen«. (Aber wie wäre es mal mit »Scharfe Nacktwürstchen, total hautlos«?) Man fragt sich, da ein Würstchen ja nie als Würstchen gelebt hat, sondern immer nur als Schwein oder als Pute: Was genau heißt hier »Eigenhaut«? Ist es die Haut des Tieres, dem das Würstchen entstammt? Oder hat die Lebensmittelindustrie vielleicht lebende Würstchen erfunden, mit Haut drum herum, die erst am Morgen ihrer Eindosung erschossen werden?

Auch ich könnte, wie viele Nachbarn, einen Keine-Werbung-Aufkleber am Briefkasten befestigen, aber erstens glaube ich, dass sich keiner an solche Schilder hält, zweitens ist auch der Prospekt-Verteiler einer, der Geld verdienen will – warum soll ich ihm den Job nehmen? Aber dann zerre ich eben doch die Prospekte aus dem Kasten und werfe sie weg, wobei ich jedes Mal denke: Muss man nicht, bevor man sie ins Altpapier tut, die Plastikhülle entfernen, damit nicht Kunststoff ins Papier gerät? Und warum tun das manche Menschen ersichtlich nicht? Sie lassen die Werbung in ihrer doch eindeutig fremden Haut und werfen sie so entweder in den Papiermüll oder in die Restetonne. Nur ich entferne den Kunststoff vom Bedruckten und trenne die Dinge, als wäre der Würstchenprospekt eine Weißwurst, die nur enthäutet ihrer Wege gehen darf. Warum beschäftigt mich so was überhaupt? Warum tropfen diese Fragen nicht einfach an mir ab?

Übrigens las ich, dass zwischen Dänemark und Deutschland (genauer: Lolland und Fehmarn) ein Tunnel gebaut werden soll. Der Tunnel wird von den Dänen gewollt, von den Deutschen dort hingegen nicht sehr, sie brauchen ihn einfach nicht so, wie die Dänen ihn gern hätten, die mehr als ein Fünftel ihrer Exportwaren zu uns schicken. Deshalb müssen die Dänen den Tunnel selbst bezahlen.

Aber man denkt doch, da wir in einem vereinten Europa leben: Könnte denn, juristisch gesehen, ein Land einen Tunnel in ein anderes Land bauen, wenn dieses andere Land den Tunnel nicht möchte? Wenn also Deutschland den Tunnel strikt ablehnte, die Dänen ihn aber einfach bauen würden, sodass eines Tages in einem Waldstück auf Fehmarn der erste Däne den Kopf aus der Erde steckte, dann Däne auf Däne ungebeten hervorspazierte, sodass man sich auf Fehmarn fragte: Wo kommen die ganzen Dänen her, es liegt kein Schiff im Hafen – was wäre dann?

Hat nicht Dänemark ein Recht auf eine ordentliche Komplett-Anbindung nicht nur Jütlands, sondern auch seiner Inseln an den Kontinent? Warum soll Lolland von uns durch die Ostsee getrennt sein? Lolland hat um die Ostsee nicht gebeten, wie ich nicht um eingehäutete Prospekte gebeten habe und wie einem das meiste im Leben ungebeten passiert, sogar das Leben selbst.

Deutschland läge auch lieber weiter südlich, aber es ist nicht gefragt worden, als die Erde eingeteilt wurde. Sollten wir beginnen, einen Tunnel mallorcawärts zu graben? Einerseits um die Kohlendioxid-Belastung durch den Luftverkehr zu verringern. Andererseits damit die Deutschen, die ja nicht wie die Dänen vorwiegend Schweine, Öfen und Schiffsmotoren exportieren, sondern in ihrer physischen Existenz selbst ein Ausfuhrgut sind, ihre winterfahle Eigenhaut noch schneller in die Fremde schaffen können.

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