das SZ-Magazin.

Ich muss hier mal eine Lanze für das Süddeutsche Magazin brechen, das mittlerweile in meiner persönlichen Wertschätzung Zeitschriften wie zB die NEON oder der PRINZ deutlich überholt hat. Wöchentlich als kostenlose Ausgabe immer freitags in der SZ beiliegend, hat sich das Magazin mittlerweile durchaus als Sprachrohr einer Generation gemausert, einer Generation die zu alt für Magazine wie die NEON oder der PRINZ geworden ist, die sich aber auch nicht mit dem knorrigen und eingefahrenen Platzhirschen wie dem SPIEGEL oder dem STERN mehr beeinflussen lassen möchte. (und die vor allem nicht mehr einer (politischen) redaktionellen Meinung folgen möchte, sondern eigene Gedanken und Ideen zulassen will.)

Kolumnen wie die letzte Seite mit Axel Hacke, Die Gewissensfrage oder „Sagen sie jetzt nichts“ beschäftigen sich mit weltlichen und aktuellen Themen, oft ironisch und augenzwinkernd, fast immer aber hintefragend und kritisch. (ok, bis auf die Hacke Kolumne vielleicht). Ich kann mir vorstellen, dass das SZ-Magazin anfangs als Ergänzung zur Tageszeitung gedacht war, um aktuelle Themen nicht nur aus der faktischen Sicht zu beurteilen bzw betrachten, sondern um auch einen anderen Point-of-View zu liefern.

Bezüglich der NEON gibt es schon länger einige Kritikpunkte, im Großen und Ganzen die Tatsache, dass man sich in der Redaktion offenbar unschlüssig ist, in welche Richtung die Zeitschrift tendieren soll. Will man eher ein jüngeres Publikum ansprechen, mit digitalen und gefühlslastigen Themen  oder eher eine ältere Zielgruppe, mit Kriegsreportagen und Beiträgen zu Un-themen unserer Zeit. Ich finde mich auf jeden Fall nicht unbedingt mehr im Magazin wieder, was sich dann daran zeigt, dass ich nur noch einzelne Beiträge lese oder Berichte mittendrin abbreche, da ich die Meinung des Authors einfach so nicht mehr lesen will.

Hier noch ein besonderer Link, aus der vorletzten Ausgabe, ein runder Tisch mit Griechen, im Gespräch über den Euro, das Land, und Europa im Allgemeinen. viel Spass. (Link)

Ausserdem noch die Fotoserie von Axel Prahl, köstlich.

Herr Prahl, Sie gehören zum erfolgreichsten Ermittlerduo Deutschlands. Ihr Verdienst – oder das von Jan Josef Liefers? –

Auf Ihrer Homepage posieren Sie mit Zigarette. Raucher gelten als charakterschwach. Keine Angst vor einem Imageschaden? –

Manche Jungs, so heißt es, kompensieren ihre geringe Körpergröße durch die Entwicklung besonderer Talente. Welches war Ihres?

Ein Kommentar

Eingeordnet unter allerlei, privat.

Eine Antwort zu “das SZ-Magazin.

  1. Schmagg

    Ich fand den Artikel, bei dem sich die Griechen an einem Runden Tisch zusammengesetzt haben auch sehr interessant. Alleine die Idee fand ich schon spitze! Allerdings war der Artikel dann nicht mit der Masse an interessanten Hintergrundinformationen gespickt wie ich das erhofft hatte sondern eher oberflächlich. Das hat meines Erachtens aber weniger mit der Art des Artikels noch mit den ausgewählten Personen zu tun sonder liegt schlicht daran, dass das Problem mit dem die Griechen es hier zu tun haben sehr umfangreich und schwer zusammenzufassen ist. Außerdem hatte ich mir wohl gewünscht, dass die Griechen hier mit Ideen und Vorschlägen um sich werfen wie das Problem in ihrem Land zu lösen sei, aber aus dem Artikel lese ich leider sehr viel Ausweglosigkeit und Resignation heraus.

    Generell kann ich zum Süddeutschen Magazin nicht viel sagen, da ich es bisher nicht all zu oft in der Hand hatte. Die paar mal, wo ich’s aber erwischt habe, hat es mir sehr gut gefallen und hat mich für länger Zeit auf dem Klo festgehalten als unbedingt notwendig und angenehm für mich gewesen wäre.
    Das schafft die NEON schon lange nicht mehr! Anfangs hatte ich mir die NEON sogar des Öfteren gekauft und auch ausgelesen, aber schon seit ein paar Jahren lese ich, wenn ich mal wieder ein Exemplar auf der Toilette von Freunden finde, was immer noch sehr häufig vorkommt, nur noch die letzte Seite bei dem Prominente ihre Lebensweisheiten von sich geben und wenn dann noch Zeit ist die Seite mit dem unnützen Wissen was sich aber auch irgendwie langsam abnützt. Das ist meist das einzige was mich darin gut unterhält. Ein Artikel, dessen Thema mich unmittelbar anspricht, habe ich hingegen schon länger nicht mehr gefunden.
    Neben den für mich uninteressanten Themen, stoße ich mich aber auch daran, dass die Artikel nicht in der von mir gewünschten Tiefe das Thema behandeln und dazu noch oft in einer in einer vorgefertigten Meinung verfasst sind. Dabei wird manchmal auch ein Standpunkt vertreten der nicht unbedingt der gängigen Meinung entspricht was wohl zum Nachdenken anregen soll, was mich aber eher nervt als mich neue Blickwinkel zu eröffnen.
    Nach dem lesen eines Artikels komm ich mir also meist weder gut informiert noch gut unterhalten vor. Ich führe das aber darauf zurück, dass ich vielleicht einfach auch nicht mehr der Zielgruppe (= Altersgruppe) dieses Magazins entspreche.

    Mich sehen die Herren dieses Verlags wohl schon eher beim Stern, wobei mich dieser bei meinem letzten Friseurbesuch, da erhält dieses Magazin aus Mangel an Alternativen immer aufs neuen wieder eine Chance, auch dieses mal nicht überzeugen konnte.
    Aktuell überschlägt sich meines Erachtens die Welt gerade damit, interessante Themen zu liefern (Eurokrise, Aufstände im Nahen Osten, Sturz von Diktaturen und Aufbau von Demokratien in Nordafrika, Versuch von Palästina als eigener Staat anerkannt zu werden usw.) und der Aufhänger vom Stern ist, ein Aussteiger, der bei seiner Weltumsegelung von einem Kannibalen ermordet wurde.
    Das klingt für mich so schlecht, so klischeehaft das ich mich solch einem Artikel alleine aus diesen Gründen schon verweigere mal davon abgesehen, dass es für mich persönlich interessantere Themen gibt und ich deshalb nicht mal den Hauch von einem Drang verspürt habe mir den 10-seitigen Bericht dazu durchzulesen.

    Da muss ich sagen, lobe ich mir immer doch den Spiegel. Da gibt’s Informationen satt und man hat die Möglichkeit die Fülle an Informationen zu erhalten um sich wirklich einen Überblick über das Thema zu verschaffen, dass einen gerade interessiert. Ausnahme ist hier wohl die Eurokrise bei der man aber zwischenzeitlich das Gefühl hat, dass niemand mehr einen Überblick hat. Mir gelingt es zumindest nicht und bei der FDP melde ich da auch wohl berechtigte Zweifel an (vielleicht hilft ja ne Steuersenkung?!), aber ich hoffe es gibt schlaue Menschen in unserem Land die das alles blicken und „Petra Zwegat“ helfen hier die richtigen Entscheidungen zu treffen.

    Um es mal mit Zeitungen aus dem Fußballsegment zu vergleichen: Den Kicker halte ich hier für den Spiegel, die SportBild für den Stern und was ich mir noch wünschen würde ist das entsprechende Pendant zu 11Freunde das etwas mehr ist als „nur“ eine Beilage zur SZ. Früher hatte ich hier die NEON gesehen, die meine Ansprüche aus oben genannten Gründen aber nicht (mehr?) erfüllt. Die aktuellen Themen würde ich gerne leichter aufgearbeitet bekommen, vielleicht mit dem ein oder anderen witzigen Vergleich und Kommentar. Wenn ich hier nur an den Herrn Berlusconi den alten 68er (69er?) denke (Anm. d. Red.:„make love, not war“), der eröffnet hier ja geradezu ein Feuerwerk an Möglichkeiten.

    Vielleicht kommt ja hier mal was und bis dahin, so habe ich gerade den Vorsatz gefasst, kaufe ich mir jeden Freitag die SZ. Das lässt sich dann Wunderbar mit meinem weiteren Vorsatz verbinden, am Wochenende, noch vor dem Frühstücken, eine Runde zu Joggen.
    Wie schön stelle ich mir das vor, nach einer Runde Sport frisch geduscht, genüsslich in meine Semmel zu beißen vom heißen Kaffee zu nippen und dabei das SZ-Magazin zu lesen. So sollte das leben aussehen…zumindest theoretisch!

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